Ab wann und warum sind Filler sinnvoll?

Autor: Widenmayer16
Letzte Aktualiserung: 01.03.2016

Gesichtsfalten sind die ersten sichtbaren Zeichen der Hautalterung, die schon ab dem 25. Lebensjahr beginnt, aber erst ab dem 30. Lebensjahr sichtbar wird. Sonne, Nikotin, ungesunde Ernährung, Umwelteinflüsse, Stress, genetische Faktoren, aber auch Erkrankungen führen zur vorzeitigen Ausdünnung und Austrocknung mit Verlust der elastischen Fasern in der Haut. Störend empfunden werden Falten meist erst dann, wenn sie vorzeitig auftreten, also nicht altersentsprechend sind oder wenn diese Falten zu einem ernsten, finsteren Erscheinungsbild führen. In unserer Gesellschaft, die von Medien geprägt ist, in der Jugendlichkeit und strahlendes Aussehen einen hohen Stellenwert einnehmen und in zunehmendem Maße auch über beruflichen Werdegang entscheidet kann eine vorzeitige Hautalterung zum Problem werden.

Aus diesem Grund hat sich ein eigener Industriezweig gebildet, der sich ausschließlich mit der Erforschung der Hautalterung beschäftigt und es werden eine Vielzahl von Präparaten angeboten mit einem breiten Spektrum an Cremes, Salben aber auch Füllmaterialien, sogenannte Filler, die den Substanzverlust der alternden Haut ersetzen sollen.

Kann man alle Falten „unterspritzen“?

Man unterscheidet grundsätzlich dynamische von statischen Falten. „Dynamische“ Falten werden durch Muskelbewegungen verursacht wie die Falten um die Augen, den Mund und auf der Stirn und „statische“ Falten, die durch Kombination von Hautalterung und Schwerkraft bedingt sind. Während dynamische Falten häufig mit Botulinumtoxin (Botox) behandelt werden, das eine Schwächung der verursachenden Muskulatur bewirkt, sind statische Falten oder Einsenkungen der Haut oder Substanzverlust (z.B. Narbe) eine Domäne der Unterspritzung mit Füllmaterialien.

Diese Filler bestehen aus verschiedensten Substanzen. Die größte Gruppe sind Stoffe, die auch im menschlichen Körper vorkommen, meist gut verträglich sind, aber die im Laufe der Zeit wieder resorbiert werden.

Filler die aus Kunstmaterial bestehen und lang dauernd verbleiben, haben alle gemeinsam das Risiko, dass sie nicht unerhebliche Abwehrreaktionen hervorrufen können, die nur schwer zu korrigieren sind.

Bis auf wenige Ausnahmen verwenden wir vorwiegend Filler aus biologischen Substanzen, die sich mit der Zeit zwar wieder abbauen, aber eine größere medizinische Sicherheit haben.

Dr. Hans Hermann Wörl