Behandlung von Besenreisern

Zur Behandlung von Besenreiservarizen haben wir ein abgestuftes Therapiekonzept entwickelt

Behandlung von Besenreisern
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Viele Menschen leiden unter Besenreisern und besonders im Sommer sind sie nur schwer zu kaschieren: kleine Äderchen, die rot oder blau durch die Haut schimmern. Diese Besenreiser treten besonders häufig an der Oberschenkelrückseite oder in den Kniekehlen auf, ist das Gesicht betroffen, spricht man von Couperose.

Feuermale sind fleckige Hautveränderungen, die eine dunkelrote bis rötlich-violette Färbung annehmen. Ursache ist immer eine nachlassende Spannung der Gefäßwände: Die Äderchen weiten sich, Blut fließt verstärkt durch und wird als Röte sichtbar.

Bei Blutschwämmchen dagegen handelt es sich um gutartige Gefäßneubildungen, deren Ursache bislang nicht eindeutig geklärt ist.

Besenreiservarizen entstehen entweder als reine Gefäßerweiterung (Teleangiektasien) oder aufgrund von Insuffizienzen kleinerer Perforansvenen (Verbindungsvenen zwischen oberflächigem und tiefen Venensystem) als Folge des Rückstaus des Blutes in die Hautoberfläche. Beide Arten von Besenreiservarizen bzw. Gefäßerweiterungen kommen vor, sogar am selben Bein, nur an verschiedenen Stellen. Besenreiservarizen sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern können Beschwerden verursachen, da bei diesen kleinen Perforansveneninsuffizienzen ein kleiner begleitender Hautnerv gegen den Faszienrand der Faszienlücke gedrückt werden kann, was bei Überfüllung der Perforansvenen zu Beschwerden führt.

Zur Behandlung von Besenreiservarizen haben wir ein abgestuftes Therapiekonzept entwickelt, mit dem sowohl die Ursache als auch die erweiterten Hautgefäße selbst erfolgreich behandelt werden können. Dieses Konzept, das mehrere Behandlungsstufen umfasst, ist nicht nur sehr effektiv, sondern auch risikoarm und wenig schmerzhaft; außerdem ist der Behandlungserfolg meist dauerhaft.

Das Therapiekonzept umfasst folgende Behandlungsstufen:

  1. Folienthermographie und Doppleruntersuchung: Bevor mit der eigentlichen Therapie begonnen wird, wird zunächst mit Hilfe der Folienthermographie und einer Doppleruntersuchung festgestellt, welche defekten Verbindungsvenen (Perforansvenen) für das jeweilige Besenreisernest verantwortlich sind. Anschließend werden die betroffenen Venen auf der Haut markiert.
  1. Dissektion: Geschädigte Durchbrechungsvenen, die eine Verbindung zwischen dem tiefen und oberflächigen Venensystem darstellen, werden unter lokaler Betäubung chirurgisch durchtrennt. Auf diese Weise wird der Rückstrom des Blutes in die oberflächlichen Venen unterbunden, und die Ursache für die Entstehung der Besenreiservarizen ist beseitigt. Der Effekt: Durch die Therapie der Ursache verbessern sich die venösen Blutverhältnisse im Bein, so dass der lokale Überdruck in den kleinen Hautgefäßen behoben wird.
  1. Sklerotherapie – Mikrosklerosierung
  1. Mikrokoagulation mittels Radiowellen

Welche Methode infrage kommt, richtet sich nach dem Gefäßdurchmesser, der Lage und dem Ausmaß der Besenreiser. In Regel eignet sich die Mikrosklerosierung insbesondere für größere, die Mikrokoagulation und die Radiotherapie für kleinere Gefäßerweiterungen.

Bei uns erfolgt die Koagulation von Besenreisern nicht mit Hochfrequenzstrom, sondern mit Radiowellen, die ebenfalls eine Art Verklebung der Venen bewirken. Der Einsatz von Radiowellen hat viele Vorteile. So besteht z.B. keine Gefahr, dass durch die Wärmeeinwirkung Gewebe verletzt wird.

Anstelle der Mikrokoagulation ist auch eine Behandlung mit Laser möglich. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass bei der Mikrokoagulation mittels Radiowellen die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer erneuten Bildung von Besenreisern kommt, wesentlich geringer ist als bei der Lasertherapie.

In einem ersten Schritt wird mittels Folienthermographie und einem einfachen Handdoppler die für das jeweilige Besenreisernest zuständige Perforansveneninsuffizienz dargestellt und die Stelle auf der Haut markiert. In Lokalanaesthesie wird durch eine winzige Stichinzision dann die Perforansvene mit Hilfe eines sichelförmigen schlanken Dissektionsskalpells durchtrennt und anschließend ein lokaler Kompressionsverband angelegt.

Die Patientin trägt darüber für ca. vier Wochen einen Kompressionsstrumpf Kompressionsklasse II.

Der nächste Schritt ist die Behandlung der Gefäßerweiterungen an der Hautoberfläche.

Sklerosierung

Wir führen eine Mikrosklerosierung durch, d. h. es werden unter zu Hilfenahme der Lupenbrille mit feinsten Kanülen und der sogenannten Airblock-Technik unter Vorspritzen einer kleinen Luftblase Gefäße bis zu einem Kaliber von 0,5mm sklerosiert (Aethoxysklerol 15%ig).

Nachbehandlung: Kompressionstupfer für drei Tage. Kompressionsstrumpf für 10 Tage

Koagulation

Gefäße mit einem Durchmesser unter 0,5mm werden dann in einer weiteren Sitzung punktförmig percutan koaguliert, wobei wir von der Hochfrequenzkoagulation abgekommen sind und heute Koagulationen mit dem Radiowellengerät durchführen.

Die Resultate sind gründlicher für den Patienten, weniger schmerzhaft, unkompliziert, weil man die Haut nicht mehr durchdringen muß und haben deutlich weniger Rezidive als die Laserbehandlungen.

Anstelle der Mikrokoagulation ist auch eine Behandlung mit Laser möglich. Allerdings hat die Erfahrung gezeigt, dass bei der Mikrokoagulation mittels Radiowellen die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer erneuten Bildung von Besenreisern kommt, wesentlich geringer ist als bei der Lasertherapie.

 

Aus diesem Grund wird die Laserbehandlung in unserer Klinik nicht durchgeführt, da die Resultate denen der Mikrokoagulationstechnik in unserer Hand deutlich unterlegen sind.

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