Hyperhidrose

Übermäßiges Schwitzen

Als Hyperhidrose wird eine Erkrankung bezeichnet, welche mit einer übermäßigen Schweißbildung einhergeht. Die unkontrollierte Schweißproduktion kann überall (generalisiert, selten) oder lokal auftreten (häufig). Die Hyperhidrose ist eine relativ häufige Erkrankung. Allein in Deutschland sind ca. 800.000 Menschen betroffen.

Schwitzen ist gesund und eine lebenswichtige Funktion des Körpers. Produziert der Körper aber zu viel Schweiß liegt eine Hyperhidrose vor. Häufig betroffene Körperregionen einer übermäßigen Schweißbildung sind Hände, Füße und Achseln. Die Betroffenen leiden teilweise sehr unter der Erkrankung. Durch die erhöhte Schweißproduktion kommt es an den betroffenen Stellen vermehrt zu Feuchtigkeitsflecken in der Kleidung und/oder zu unangenehmen Geruchsbildungen, welche auch von dem Umfeld teilweise deutlich negativ wahrgenommen werden.

Die Hyperhidrose wird bezüglich der Intensität in 3 Stadien eingeteilt – leicht, mittel und schwer. Des Weiteren unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Hyperhidrose. Letzte wird durch eine andere Grunderkrankung ausgelöst. Dagegen stellt die primäre Hyperhidrose eine eigenständige Erkrankung dar, deren Ursachen bis heute unerforscht sind. Wenn im Allgemeinen von der Hyperhidrose gesprochen wird, ist in der Regel die primäre Form gemeint.

Die Therapie der Hyperhidrose zielt darauf ab, die Schweißbildung zu reduzieren. Lediglich bei der sekundären Form wird parallel auch die verursachende Grunderkrankung mit behandelt.

Zur Reduzierung Schweißbildung werden häufig zunächst Medikamente (Anticholinergika) oder Antitranspiranten (hochdosiertes Aluminiumchlorid, gerbsäurehaltige Externa) verschrieben. Eine weitere Möglichkeit stellt die Leitungswasseriontophorese dar. Oft bringen diese Methoden aber nicht die gewünschten Ergebnisse.

In diesen Fällen bieten zwei Methoden der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie in der Regel sehr gute Resultate.

Botox gegen unkontrolliertes Schwitzen bei Hyperhidrose

In der Regel wird zur Behandlung von Hyperhidrose der Wirkstoff Botulinumtoxin A (kurz: Botox) verwendet. Während der Behandlung wird das Mittel in kleinen Dosen an verschiedenen Stellen in die Unterhaut gespritzt, um eine gleichmäßige Verteilung über die betroffene Fläche zu garantieren. Da Botulinumtoxin A die Signalübertragung hemmt, kann dieser Wirkstoff hervorragend zur effektiven Behandlung der unerwünschten Schweißproduktion eingesetzt werden. Außerdem lässt sich diese Behandlungsmethode auch zeitlich gezielt einsetzen: da die Wirkung in der Regel zwischen sechs und neun Monate anhält, bietet sich eine Therapie insbesondere für die Sommerzeit an. Ein weiterer Vorteil ist, dass Botulinumtoxin A – im Gegensatz zu einer operativen Entfernung der Schweißdrüsen – sowohl im Achselbereich, als auch an Gesicht, Händen und Füßen zum Einsatz kommen kann. Dabei haben diverse Studien belegt, dass durch diese Behandlungsmethode bei mehr als 95 Prozent der Patienten die Schweißproduktion um mindestens die Hälfte gesunken ist.

Schweißdrüsenabsaugung – Schweißdrüsen entfernen zur Beseitigung des Schwitzens unter den Armen

Eine dauerhafte Behandlungsmethode der Schweißproduktion unter den Armen ist die Schweißdrüsenabsaugung (Saugkürettage): Bei dieser Therapie wird ein signifikanter Anteil der Schweißdrüsen unter der Haut zerstört und abgesaugt. Da die behandelten Schweißdrüsen nicht nachwachsen, bleibt der Operationserfolg dauerhaft bestehen und eine weitere Behandlung ist nicht erforderlich. Allerdings haben diverse Studien ergeben, dass sich die Schweißproduktion durch solch eine Operation lediglich um ungefähr die Hälfte verringert – anfängliche Untersuchungen waren von einer Schweißreduktion von nahezu 80 Prozent ausgegangen. Somit ist eine Schweißdrüsenabsaugung für Patienten mit starker Hyperhidrosis möglicherweise nicht effizient genug. Außerdem birgt der operative Eingriff Risiken wie beispielsweise eine Wundheilungsstörung. Dennoch kommt die Operation einer Reduktion der Schweißproduktion zumindest bedingt zugute. Allerdings hat diese Therapie mit der Einführung der Botulinumtoxin-Behandlung an Popularität verloren, nicht zuletzt, da eine Absaugung nur unter den Armen, nicht aber an Händen oder Füßen möglich ist.

Kosten

Die Kosten bzw. Preise zur Behandlung bei einer Hyperhidrose richten sich nach dem Umfang, dem Stadium und der gewünschten Behandlung – der Reduktion der Schweißabsonderung durch Botox oder  dem Entfernen der Schweißdrüsen.

Besonderheit von Widenmayer16

Unsere Facharztpraxis in München ist auf die Behandlung der Hyperhidrose spezialisiert, und zwar sowohl auf Botox-Injektionen als auch die Schweißdrüsen-Entfernung. Ein wichtiger Aspekt für ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis ist unsere jahrlange Erfahrung.