Brustimplantate

Was Sie über die verschiedenen Arten von Burstimplantaten wissen sollten

Inzwischen steht ein breit gefächertes Spektrum an Implantaten zur Verfügung, die sich nicht nur in Form und Größe, sondern auch hinsichtlicht ihrer Oberflächenstruktur (z.B. glatt oder texturiert) und ihres Füllmaterials voneinander unterscheiden. Allen gemeinsam ist, dass ihre Hülle aus elastischem, hoch polymerisierten Silikon besteht. Neuerdings versuchen einige Hersteller, mit einer Titanbeschichtung die Haltbarkeit der Silikonhüllen zu steigern, hier liegen aber noch keine ausreichenden Erfahrungen vor.
Wichtigste Füllmaterialen sind derzeit festes (kohäsives) Silikongel und physiologische Kochsalzlösung. Nach heftigen Diskussionen über eventuelle Risiken und Nebenwirkungen, die zu einem starken Rückgang und in den USA 1992 sogar zu einem Verbot der Implantate mit flüssiger Silikonfüllung geführt haben, liegt die Silikonfüllung hierzulande heute wieder im Trend: Da nun nicht mehr flüssiges, sondern hoch vernetztes Silikongel von weicher, aber schnittfester Beschaffenheit verwendet wird, ist die Gefahr, dass es bei einem Einreißen der Kapselhülle infolge des ausgetretenen Silikons zu Komplikationen kommt, inzwischen gering. Hinzu kommt, dass die neue Generation der Silikongel-Implantate dem Tast- und Bewegungsverhalten der natürlichen Brust sehr nahe kommt und darin dem konsistenzfesteren, mit Kochsalzlösung gefülltem Implantat deutlich überlegen ist. Dies hat dazu geführt, dass Implantate mit Kochsalzlösung inzwischen zunehmend an Bedeutung verlieren – auch wenn diese den Vorteil haben, dass bei einem Austritt der Kochsalzlösung aus der Hülle keine Unverträglichkeitsreaktionen zu befürchten sind. Mittlerweile enthalten rund 80% der in Deutschland eingesetzten Implantate Silikongel. Zumal der Verdacht, dass Silikonimplantate vermehrt zu Rheuma und anderen Autoimmunerkrankungen sowie zu Krebs führen, in keiner Studie nachgewiesen werden konnte. Auch die USA haben im letzten Jahr nachgezogen und es wurden wieder Implantate mit Silikongelfüllungen zugelassen. Damit dürften auch dort Verbesserungen der äthetischen Ergebnisse in Zukunft zu erwarten sein.

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