Ein guter ästhetischer Chirurg

Checkliste für ein Beratungsgespräch

Das zeichnet einen guten ästhetischen Chirurgen aus

Ca. 5000 Schönheitschirurgen bieten in Deutschland ihre Dienste an, und wie bei allen anderen Berufsgruppen auch, die meisten, aber nicht alle, arbeiten seriös. Fachliche Qualifikation und gute Referenzen sind daher wichtige Entscheidungskriterien. Der Arzt Ihrer Wahl sollte aber darüber hinaus die folgenden Eigenschaften besitzen:

  • Er verfügt neben handwerklichem Können auch über ein ausgeprägtes Gespür für Ästhetik und kann sich vorstellen, welche Nase in welches Gesicht, welche Brust zu welchem Körper passt.
  • Er besitzt psychologisches Einfühlungsvermögen und erkennt, wenn ein Patient für eine Schönheitsoperation ungeeignet ist – z.B. wenn er von dem Eingriff die Lösung privater oder beruflicher Probleme erhofft oder unter einem gestörten Körpergefühl leidet (KDS – Körperdysmorphe Störung)
  • Er nimmt sich Zeit für das Vorgespräch und geht ausführlich auf die Beweggründe des Patienten, auf seine Vorgeschichte mit eventuellen Vorerkrankungen und seine Lebenssituation ein.
  • Er ermuntert ihn dazu, Fragen stellen, und gibt ihm die Möglichkeit, später auftretende Fragen per Telefon oder in einem weiteren Gespräch zu klären.
  • Er klärt den Patienten umfassend über Technik und Ablauf des Eingriff, über Risiken und mögliche Komplikationen auf. Für die Zeit nach dem Eingriff erstellt er einen genauen Nachbehandlungsplan.
  • Er macht keine falschen Versprechungen und schildert das Ergebnis des Eingriffs realistisch.
  • Er setzt nur Techniken und/oder Materialien ein, die auch von anderen Ärzten verwendet werden und hinreichend erprobt sind.
  • Er bietet einen Operationstermin an, der dem Patienten genügend Bedenkzeit lässt, und erhebt keine Zahlungsforderungen vor dem Eingriff.
  • Er versucht nicht, den Patienten durch Sonderangebote, Rabatte oder Vermittlung eines Kredits zu einer raschen Entscheidung zu bewegen.
  • 1. Fachkompetenz

    Achten Sie auf die Berufsbezeichnung: trägt der Arzt die Facharztbezeichnung Facharzt für Plastische Chirurgie bzw. Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie?

    Der Zusatz „plastische Operationen“ kann täuschen – die Zusatzbezeichnung bezieht sich nur auf den jeweiligen Fachbereich (z.B. auf Hals-Nasen-Ohren-Bereich).

    Der Plastische Chirurg ist ein anerkannter Facharzt, mit einer Weiterbildungszeit von mindestens sechs Jahren und dementsprechenden Prüfungen. Die Weiterbildung zum Facharzt für Plastische Chirurgie beginnt nach dem Abschluss des Studiums der Humanmedizin mit dem Erhalt der Approbation als Arzt. In der Weiterbildungsphase muss der Arzt ca. 600 Operationen selbstständig unter Anleitung eines erfahrenen Plastischen Chirurgen durchführen. Nach diesen praktischen Erfahrungen und theoretischen Weiterbildungen muss der Arzt die Facharztprüfung an der jeweiligen Landesärztekammer ablegen. Erst dann erhält der Arzt offiziell den Titel „Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie“.

    Diese Facharztbezeichnung gibt dem Patienten die Sicherheit, dass der Arzt auch für die Krankheitsbilder auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie ausgebildet wurde.

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  • 2. Ausbildung

    Beantwortet der Arzt bereitwillig Fragen nach Qualifikation und Spezialisierung? Wie umfangreich ist seine Ausbildung? Wie viele Operationen hat er schon durchgeführt?

  • 3. Mitgliedschaft

    Ist der Arzt Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie DGPRÄC, ehemals Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgen VDPC.

    Dadurch sind die Ärzte verpflichtet, sich in ihrem Fachgebiet auf dem Laufenden zu halten und sich in Kursen neue Methoden anzueignen. Somit wird höchste Qualität, Sicherheit und Seriosität gewährleistet.

    Die Plastischen Chirurgen Deutschlands sind in der Deutsche Gesellschaft für Plastische und Ästhetische Chirurgie DGPRÄC organisiert, früher bekannt als Vereinigung der Deutschen Plastischen Chirurgie www.vdpc.de .

  • 4. Beratung

    Führen Sie die Beratungsgespräche mit dem Arzt, der Sie später operiert? Operiert der Arzt selbst oder lässt er vor allem Assistenten operieren? Wie ist der Arzt versichert? Geht der Arzt im Vorgespräch auf Ihre Beweggründe, Vorgeschichte mit eventuellen Vorerkrankungen und Lebenssituationen ein? Fragt der Arzt nach Ihren Motiven?

    Sie müssen Vertrauen zu dem Arzt entwickeln – er muss sich genügend Zeit für Sie nehmen. Lieber ein Gespräch mehr führen, als eines zuwenig. Was macht der Arzt für einen Eindruck auf Sie? Ist er seriös? Fühlt man sich bei ihm gut aufgehoben? Nimmt sich der Arzt Zeit für Sie? Sitzt er nicht hinter seinem Schreibtisch, sondern bei Ihnen? Hört er Ihnen zu? Fragt er nach Ihren Gründen, und geht er auf alle Ihre Fragen ein? Redet er Ihnen keine weiteren Operationsnotwendigkeiten ein, an die Sie selber nicht gedacht haben? Ist der Arzt einverstanden, dass Sie zu einem ersten Gespräch eine Person Ihres Vertrauens mitbringen?

    Überlegen Sie sich genau, allein und mit dem operierenden Arzt, wie Sie später aussehen wollen und auch, wie Sie auf keinen Fall aussehen wollen. Ein seriöser Arzt wird Ihnen auch von einem Eingriff abraten, wenn er den Eindruck hat, dass er Ihre Wünsche nicht erfüllen kann.

    Sie sollten auch die Möglichkeit haben, später auftretende Fragen per Telefon zu klären und genügend Bedenkzeit haben.

  • 5. Untersuchung

    Untersucht er meine beklagten Problemzonen und meine Belastungsfähigkeit? Beschreibt er seine Diagnose und den Befund in verständlicher Sprache und erklärt die Behandlungsmöglichkeiten mit allen Alternativen, auch die der Nicht-Behandlung? Fragt der Arzt nach Medikamenten, die Sie nehmen? Fragt der Arzt nach der medizinischen Vorgeschichte?

  • 6. Aufklärung

    Werden Sie vom Arzt ausreichend über mögliche Komplikationen aufgeklärt?

    Kein Arzt sollte Ihnen ein „perfektes“ Resultat versprechen. Der Behandlungserfolg ist trotz bester Therapie nicht garantiert. Beim Gespräch kann man vom Arzt eine gründliche und ehrliche Aufklärung über den Nutzen und die Risiken des Eingriffs erwarten.

  • 7. OP-Techniken

    Erläutert der Arzt Ihnen unterschiedliche Behandlungsmethoden oder Vorgehensweisen und begründet er ausführlich, warum er die ausgewählte Methode oder Technik empfiehlt? Ist das Verfahren anerkannt von anderen Fachärzten oder handelt es sich um eine Außenseitermethode? Gibt es klinische Studien zu dem Verfahren? Werden Sie über den zeitlichen Ablauf, die Materialien und die begleitenden qualitätsichernden Maßnahmen informiert?

  • 8. Klinik oder Praxis

    Die Notfallbetreuung muss rund um die Uhr sichergestellt sein. Welchen Eindruck macht die Praxis auf mich? Ist die Praxis modern ausgestattet und auch für Notfälle ausgerüstet? Ist die Praxis an eine moderne Klinik angeschlossen?

    Die meisten schönheitschirurgischen Eingriffe können in Praxen oder Privatkliniken vorgenommen werden, sofern die personelle (Verfügbarkeit eines Anästhesisten, geschulte Operationsschwestern) und räumliche Ausstattung (für größere Eingriffe aseptischer Operationssaal) den Anforderungen entspricht (wobei fast alle niedergelassenen Plastischen Chirurgen über Belegbetten in Krankenhäusern verfügen). Ob die Voraussetzungen gegeben sind, wird bei kassenärztlich tätigen Operateuren von der Kassenärztlichen Vereinigung überprüft. Besonders wichtig ist, dass sowohl der Operateur als auch ein Anästhesist und das OP-Personal im Notfall (z.B. bei einer Nachblutung) rund um die Uhr erreichbar sind.

  • 9. Kosten

    Die persönliche Beratung zu ästhetischen Möglichkeiten ist eine hochwertige Leistung Ihres Chirurgen, die nach der Gebührenordnung für Ärzte in Rechnung gestellt wird. Entschließen Sie sich zu der ästhetischen Operation, sind die Beratungsleistungen in den OP-Kosten meistens enthalten.

    Aber nicht nur bezüglich der enthaltenen Beratungsleistungen sollten Sie die Angebote für ästhetische Operationen vergleichen. Informieren Sie sich auch über Folgekosten. Sind Nebenkosten und die Anästhesie eingeschlossen, oder müssen Sie hier mit einem Zusatzaufwand rechnen? Ist die Nachbetreuung enthalten und für welche Dauer?

    Zu Ihrer Informationen: In Kostenvoranschlägen, die Sie auf Grund einer ästhetischen Beratung von uns erhalten, sind die oben genannten Leistungen und Kosten alle eingeschlossen. Das gilt auch für die Nachbetreuung über einen Zeitraum von ca. einem Jahr.

    Medizinisch bedingte Leistungen werden nach der ärztlichen Gebührenordnung berechnet.

  • 10. Nachsorge

    Wie werde ich nach der Operation betreut und wie ist die Erreichbarkeit, wenn ich Fragen habe? Betreut mich der Arzt, der mich auch operiert hat? Sagt er zu, dass eventuelle notwendige operative Nachkorrekturen innerhalb eines Jahres nach der Erstoperation Teil des Gesamtbudgets sind?

  • 11. Zertifizierungen

    Gütesiegel und Zertifizierungen der Praxen und Klinken sagen nur bedingt etwas aus. Die Tester für die ISO-Zertifizierung oder für eine TÜV-Plakette untersuchen in der Regel nach Vorankündigung Klinikabläufe, Hygiene und Beratungsstandards. Außerdem werden die Qualität der technischen Geräte sowie die verwendeten Implantate unter die Lupe genommen. Ist alles in Ordnung, dann erhalten Kliniken oder Praxen eine Zertifizierung. Diese Zertifizierungen werden auch für alte Operations-Säle durchgeführt. Solche Operations-Säle haben die Zulassung vor vielen Jahren bekommen und diese Zulassung wird weitergeführt. Manche Operations-Säle würden aber nicht mehr zugelassen werden, wenn die Zulassung jetzt beantragt würde. Fragen Sie deswegen nach dem Alter des Operationssaales.

  • 12. Ein Wort zur Vorsicht

    Kliniken in Osteuropa machen deutschen Kunden verlockende Angebote. In diesen Ländern floriert der Markt der plastischen Chirurgie vor allem durch „Schönheitstouristen“ aus Deutschland.

    Bevor man sich zu einer Operation im Ausland entscheidet, sollten verschiedene Punkte zusätzlich geklärt werden: Wie sind die Ausbildungsstandards für Schönheitschirurgie in diesen Ländern? Wer kümmert sich um die Nachsorge, wenn man wieder in Deutschland ist? Vorsicht auch, wenn beim Erstgespräch schon Anzahlungen für die Operation geleistet werden sollen, bzw. wenn die OP in bar, ohne Rechnung oder Quittung bezahlt werden soll. Ist der Arzt auf die Schönheitsoperation bzw. Plastische Operation spezialisiert oder kann er alles „sehr gut“?

    Besonders für Operationen im Ausland gilt: Obwohl die Preise in Polen oder Tschechien teilweise um 50 Prozent niedriger sind als beispielsweise in Österreich, Deutschland oder der Schweiz, kann Sie die Behandlung teuer zu stehen kommen, wenn Sie für eine Nachbehandlung ein zweites Mal ins Ausland reisen müssen.

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